Navigation mit GPS, Glonass, Galileo und OpenStreetMap
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Irgendwo in den Weiten des Mapping-Universums bin ich zu dieser Aktion inspiriert worden. Die Erde hat momentan 193 anerkannte Staaten und 13 Länder, deren Status im Unbekannten liegt.

Ich mappe jetzt den 81. Tag. Ich habe mein Ziel dank eines Endspurtes mit reduzierter Größe der Änderungssätze erreicht. Zum einen bin ich an Grenzen gestoßen, mir fehlte schlichtweg die Zeit und es gibt Länder der Erde, da ist die Datendichte so extrem gut, dass sich aus Luftbildern kaum etwas kappen lasst.

Ein Fazit folgt hier in den nächsten Tagen.

Es macht immer noch Spass, man lernt eine Menge über die Welt von oben und über Mapping-Gewohnheiten in anderen Ländern. Die Änderungssätze haben so zwischen 100 und 1000 Änderungen. Stand heute (24. April 2014) umfasst die Liste der Wikipedia die folgenden Staaten:

Bei mir dümpelt noch eine alte Installation von QLandkarte GT auf dem Mac rum und ich dachte mir, es ist mal wieder an der Zeit diese zu aktualisieren. Gesagt getan. Die Mac OS X Helpers and Libraries-Files für Mac waren noch aktuell. Die Installation auf Version 1.7.5 verlief reibungslos.

Der TMS-Service OpenStreetMap der mit QLandkarte GT mitgeliefert wird (oder noch eine Altlast aus dem Altsystem ist?) verweigert allerdings hartnäckig seinen Dienst. Wie ich mittlerweile herausgefunden habe, gibt es hierfür gute Gründe. Der Entwickler von QLandkarte GT  will nicht, dass sich QLandkarte GT am OpenStreetMap-Server eindeutig identifiziert. Das OpenStreetMap-Server-Team findet es nicht fair, wenn QLandkarte GT sich als Mozilla Fake Agent ausgibt und verweigert somit den Zugang. Siehe hierzu die Diskussion.

Für den Nutzer wäre es sicher hilfreich, wenn der Zugang zum OSM-Server möglich wäre. Ich kann doch selbst entscheiden, ob ich mich anmelden möchte. Diese Funktion zu implementieren, kann doch nicht der große Aufwand sein?! Natürlich kann ich als Nutzer auf andere Dienste ausweichen.

In den Archiven von Ubuntu findet sich der folgende TMS-Service.

<TMS>
    <Title>Openstreetbrowser</Title>
    <MinZoomLevel>1</MinZoomLevel>
    <MaxZoomLevel>1024</MaxZoomLevel>
    <Layer idx="0">
        <ServerUrl>https://tiles-base.openstreetbrowser.org/tiles/basemap_base/%1/%2/%3.png</ServerUrl>
    </Layer>
    <Copyright>OSM</Copyright>
</TMS>

Dieser Code funktioniert (stand heute) einwandfrei und zeigt die OpenStreetMap-Karte in QLandkarte GT an.

Alternativ kann man natürlich über das Datei-Menü weitere Onlinekarten hinzufügen. Sehr ansprechend sieht der folgende Service aus.

OSM GIScience Heidelberg incl hillshade and elevations

Dargestellt hier die Gegend um Efringen-Kirchen.

Bildschirmaufnahme von QLandkarte GT mit OSM-Karte

Bildschirmaufnahme von QLandkarte GT mit OSM-Karte

Das OpenTopoMap-Projekt hat das Ziel, eine topografische Karte auf Basis von OpenStreetMap-Daten zu erzeugen. Das Projekt verfolgt, unterstützt durch die Uni Erlangen, das ehrgeizige Ziel dem Nutzer ein gewohntes Kartenbild zu präsentieren.

Bildschirmaufnahme der OpenTopoMaps

Bildschirmaufnahme der Webseite OpenTopoMaps.org

Die Wikipedia schreibt hierzu:

Die topografische Karte (auch topographische Karte oder Landkarte) ist eine mittel- bis großmaßstäbige Karte, die zur genauen Abbildung der Geländeformen (Topografie) und anderer sichtbarer Details der Erdoberfläche dient. Das Gelände wird meist durchHöhenlinien dargestellt, ergänzt um markante Höhenpunkte (Gipfel, Sättel usw.) und den Verlauf der Gewässer.

Zum Inhalt solcher Karten gehören auch Straßen, Bahnlinien, größere Gebäude, die Umrisse von Ortschaften und andere technische Sachverhalte wie Grenzen, Wasser- oder Stromleitungen. Alle diese geografischen Objekte werden entsprechend demMaßstab lagerichtig und vollständig durch ein System kartografischer Zeichen wiedergegeben.

Wegen ihrer grundlegenden Bedeutung für die Wirtschaft, Verwaltung und Verteidigung eines Landes gehören die Herausgabe, Laufendhaltung und Führung eines flächendeckenden Systems topografischer Karten zu den öffentlichen Aufgaben (amtliche topografische Karten). Ähnliche Karten werden aber auch – meistens für begrenzte, touristisch interessante Gebiete – von derVerlagskartografie herausgegeben.

Die Erstellung einer topografischen Karte basiert nicht nur auf einer guten Datengrundlage (OSM-Daten), sondern auch auf so genannten Generalisierungsmechanismen. Bei der händischen Erzeugung von topografischen Karten wird diesem Punkt die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Es ist eine Menge Erfahrung nötig, bis eine gute Karte entsteht. Gerade die Zusammenfassung und Verdrängung von Objekten (Häuser, Autobahnen, Flüsse), die Position der Beschriftungen (Orts- und Straßennamen) und die Beschriftung von Flächen (Seen, Wälder) ist sehr zeitintensiv.

Für die automatisierte Erzeugung der Karte ist hierzu noch viel Arbeit notwendig. Am Lehrstuhl für Grafische Datenverarbeitung der Uni Erlangen werden hierzu die notwendigen Studienarbeiten angeboten.

Wer kennt diesen Fall nicht. Man möchte mal eben einen interessanten Ort auf der OSM-Karte ergänzen, hat aber gerade kein GPS-Gerät dabei um die Position zu speichern. Da man den Ort auf der Karte aber sehr gut erkennen kann, sollte es doch auch so gehen.

Es gibt einenen weiteren Weg – YAPIS (Yet Another Point of Interest Submitter) kann dies mit Hilfe einer benutzergeführten Webseite. Das Erstellen eines neuen POIs dauert wenige Klicks. OSM-Benutzer-Account muss natürlich vorhanden sein.

Zusätzlich können auch GPS-Tracks und Bilder hochgeladen werden.

Die Webseite ist an das Geocaching-Forum www.geoclub.de angebunden und wird dort supportet. Das Layout basiert auf dem Opensource-CSS-Layout YAML.

GNSS & OSM?!

Januar 9th, 2012 | Posted by Sebastian in Allgemein - (0 Comments)

Was bitte ist GNSS? Was muss ich mir unter OSM vorstellen? Das Ganze noch im Markgräflerland?

Mit GNSS werden Globale Navigationssatelitensysteme bezeichnet. Der bekannteste Vertreter (NAVSTAR) kommt aus den USA und ist unter dem Begriff GPS bekannt. Daneben gibt es das russische System GLONASS und zukünftig das europäische System Galileo.

Der Traum einer freien Karte wird schon lange geträumt. Das Projekt Open Street Map, kurz OSM, lädt zum Mitmachen ein. Somit kann man selbst ein Stück mitbauen an einer freien Karte der Welt. Auf der Webseite des Projektes erfährt man alles weitere. Es ist gar nicht schwer.

Jawohl! Auch im Markgräflerland hat es GNSS-Empfang, begeisterte Nutzer und Helfer des Open Street Map-Projektes, sowie vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für diese Dinge. Weiteres folgt demnächst hier…